Daher erschien es mir sehr schwierig, dieses Instrument zu spielen, zumal es keine Grifflöcher hatte. Damals war meine Frau schwanger und praktizierte noch nicht. Sie sagte zu mir: „Bitte, Liebling, mach nicht so viel Lärm.“ Ich ließ die Posaune eine Weile zu Hause stehen und gab sie schließlich zurück.
Ich hatte zwar zuerst einen aufrichtigen Gedanken gehabt, aber hatte mich dann aufgrund der musikalischen Anforderungen abhalten lassen und weil ich die Prüfung nicht bestanden hatte. Ich nahm die Möglichkeit, der Tian Guo Marching Band beizutreten, nicht wirklich ernst. Ich hielt den musikalischen Maßstab für zu hoch und dachte, dass ich ihn nie erreichen könnte. Ich redete mir ein oder täuschte mich selbst, dass ich nicht gut oder fähig genug sei, um mitzumachen. Einige Zeit verging. Im Jahr 2018 traf ich auf eine Gruppe von Mitpraktizierenden, die sich darüber unterhielten, zum Training zu fahren. Zwei junge Praktizierende waren der Band beigetreten, im Trompetenregister. Das inspirierte mich dazu, ebenfalls mitzumachen.
Der Koordinator der Band wies mir die Trompete als Instrument zu. In der Nähe meines Hauses gab es eine Musikschule, und ich kontaktierte einen Lehrer, der mir einmal pro Woche Privatunterricht zu Hause gab. In den ersten zwei Monaten war ich sehr entschlossen und übte jeden Tag eine Stunde. Nach einiger Zeit hörte der Lehrer jedoch auf, an der Schule zu unterrichten und ich musste allein weiterlernen, aber ich machte kaum Fortschritte.
Jeden Tag nahm ich meine Trompete mit in den Laden, um dort zu üben. Eines Tages sah ein Stammkunde meine Trompete und fragte: „Wie lange spielst du schon? Wer ist dein Lehrer?“ Ich antwortete: „Ich habe gerade erst angefangen, aber im Moment habe ich keinen Lehrer.“
Sie ging sofort zur Tür, rief ihren Ehemann herein und bat ihn, mich zu unterrichten. Wir wurden uns einig und seitdem lerne ich bei ihm, wann immer wir unsere Zeitpläne aufeinander abstimmen können. Dieser Lehrer ist besonders gut, denn er ist ein bekannter Trompeter in der Tschechischen Republik. Ich bin sehr dankbar und schätze dieses Arrangement des Meisters sehr. „Danke, Meister.“
Ich habe ihn auch eingeladen, sich Shen Yun anzusehen und er veröffentlichte anschließend eine sehr positive Rezension der Aufführung auf NTD. In unseren Unterrichtsstunden sprachen wir oft über viele Themen des Lebens, und ich nutzte viele Gelegenheiten, um die Wahrheit zu erklären. Es gab sogar die Gelegenheit, mit ihm gemeinsam die Übungen zu machen.
Das Trompetenspielen bei der Arbeit ist auch eine großartige Gelegenheit, mit anderen in Kontakt zu kommen und die Wahrheit zu erklären. Viele Menschen hören die Trompete oder sehen sie und fragen mich sofort, warum ich Trompete spiele, wie lange ich schon spiele oder ob ich in einer Band bin. Ich antworte ihnen und leite das Gespräch nach und nach auf die TianGou Marching Band, die überall auftritt, um den Menschen die Schönheit von Falun Dafa zu zeigen – und gleichzeitig dazu aufruft, die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden in China zu beenden. Ich zeige ihnen auch ein Video, und fast alle reagieren mit Mitgefühl darauf.
Einmal, als ich allein zu einer Probe fuhr, hörte ich auf der ganzen Fahrt das Fa. Ich hörte die dritte Lektion immer wieder. Da erschien plötzlich eine Art schwarz-weißer Film vor meinem inneren Auge, sehr lebendig. Eine weiße Gestalt führte wunderschöne Kampfkunstbewegungen aus, sprang und führte kraftvolle, entschlossene Bewegungen aus. Ich verstand auf meiner Ebene, dass mir der Meister folgendes mitteilen wollte: „Musik zu üben ist wie Kampfkunst zu üben, du musst fleißig und ernsthaft sein. Wenn du gut übst, kannst du außergewöhnliche Fähigkeiten entwickeln.“
Während der Probe verstand ich zum ersten Mal den Rhythmus und konnte im Takt mitspielen. Auf dem Heimweg hörte ich die Musik von Shen Yun und spürte, wie exakt und hervorragend sie jeden Takt spielen. Ich war so tief bewegt und inspiriert von der Musik von Shen Yun, dass mir die Tränen über das Gesicht liefen. Mein Herz war voller Entschlossenheit.
Bei der diesjährigen Parade in London hatte ich ein unvergessliches Erlebnis. Es hatte schon seit dem Morgen geregnet. Alle Mitglieder und die örtlichen Praktizierenden waren bereit. Der Regen durchnässte mich und ich fror, dabei kamen negative Gedanken auf.
Doch alle um mich herum gaben mir neue Motivation. Der Blick eines älteren Mitglieds half mir, aufrichtige Gedanken zu bekommen: „Nichts kann diese Mission aufhalten.“
Ich erinnerte mich an folgende Stelle aus dem Fa, Zitat:
„Ich sage euch, bevor ich das Fa verbreitete, bevor es die Faktoren oberer Ebenen gab, gab es auch keine alten Mächte, und ich hatte damals eine andere Methode gegen Kälte. Ich dachte so: Du bist kalt, du lässt mich Kälte fühlen, willst du mich frieren lassen? Ich bin noch kälter als du und lasse dich frieren. (Alle lachen.) (Beifall.) Du lässt mich schwitzen. Ich drehe den Spieß um und lasse dich schwitzen. Ich lasse dich so schwitzen, dass du es nicht aushalten kannst. Ich meine das nur sinngemäß, ihr könnt das nicht unbedingt schaffen. Aber du behandelst es mit aufrichtigen Gedanken, statt Angst vor ihm zu haben.“ Erläuterung des Fa auf der Fa-Konferenz im Westen der USA zur Zeit des chinesischen Laternenfestes 2003
Meine aufrichtigen Gedanken reichten zwar nicht aus, um meinen Körper zu wärmen – aber ich fror nicht mehr.
Ich hatte die Angewohnheit, mich auf andere zu verlassen. Ich sah mich selbst immer als neues Mitglied und bemühte mich daher nicht so sehr wie die erfahrenen Mitglieder. Zum Beispiel hatte ich mir die Zeichen des Stabführers nicht eingeprägt – und wollte sie auch gar nicht lernen, weil ich dachte, ich könnte einfach meinen Nachbarn fragen oder dass jemand in unserer Gruppe ohnehin den Namen des Liedes laut sagen würde, sobald das Zeichen gegeben wurde. Rückblickend betrachtet war das wirklich lächerlich.
Dieses Jahr fragte ich ein neues Mitglied, ob er die Zeichen kenne. Er öffnete sein Handy und schickte mir einen Link zu den Anleitungen. Ich schaute sie mir an und stellte fest, dass es gar nicht schwer war und ich lernte sie sofort auswendig. Seitdem muss ich mich nicht mehr auf andere verlassen und bereite mich viel aktiver auf den ersten Ton vor. Vor jeder Parade übe ich jetzt die Stabführerzeichen.
Als ich nach Innen schaute, erkannte ich, dass ich eine selbstzufriedene Haltung hatte und meine Rolle als Mitglied der Band nicht ernst genug nahm. Ich war auch ein wenig eingebildet darauf, alle Märsche der Blaskapelle spielen zu können, obwohl ich sie gar nicht gut spielte. Diese Selbstzufriedenheit zeigte sich auch darin, dass ich mich ärgerte, wenn ich andere falsche Töne spielen hörte – obwohl ich selbst manchmal auch falsche Töne spielte. Dank dieser Erkenntnis konzentriere ich mich jetzt mehr auf meine eigenen Fähigkeiten und ärgere mich nicht mehr über andere, ich hoffe, demütiger zu werden.
Ein Mitglied in der Band zu sein ist eine große Ehre und macht mich sehr glücklich. Aber manchmal bin ich auch eigensinnig darauf. Zum Beispiel fällt es mir manchmal schwer, meine Emotionen zu kontrollieren, wenn ich bei den Mitgliedern bin. Ich fühle mich glücklich, wenn wir zusammen reden, uns austauschen und lachen. Dadurch entstand die Anhaftung, dass ich unglücklich war, wenn ein Mitglied, mit dem ich oft sprach, bei einer Veranstaltung fehlte. Der springende Punkt ist, dass dieses Gefühl aus meinem eigenen Egoismus entstand – nicht wegen der Mitpraktizierenden oder der Blaskapelle selbst. Ich habe beschlossen, diese Anhaftung loszulassen, weil sie zusätzlichen Druck für die anderen Praktizierenden auf anderen Ebenen erzeugen könnte.
Eine weitere Erfahrung hatte ich bei der Parade in Göteborg. Immer wenn der Koordinator bemerkte, dass die Trompeten nicht gut klangen, kam er zu uns oder drehte sich um, um uns darauf aufmerksam zu machen. Jedes Mal lächelte ich nur und zeigte auf seine Frau, worüber alle lachten. Ich hatte das Gefühl, dass dies die Spannung für mich und die Gruppe linderte.
Bei dieser Parade fiel dieses Mitglied und konnte wegen einer beschädigten Trompete nicht am zweiten Umzug teilnehmen. Das machte mich sehr betrübt, und ich begann, nach innen zu schauen und über meine eigenen Schwächen nachzudenken. Erstens hatte ich, wenn der Koordinator mich auf meine Fehler aufmerksam machte, die vielen Gelegenheiten, mein Spiel und meine Xinxing zu erhöhen ignoriert und verpasst und ich hatte stattdessen meine Schwächen nach außen geschoben. Ich hatte mich nicht aktiv kultiviert. Zweitens hatte ich unbewusst Druck aus anderen Dimensionen auf diese Mitpraktizierende ausgeübt und gleichzeitig negatives Karma für mich selbst erzeugt.
Der Sturz dieser Mitpraktizierenden bei der Parade war ähnlich wie mein eigener „Sturz“ in der Kultivierung. Ich dankte dem Meister still für diesen Hinweis und entschuldigte mich bei der Mitpraktizierenden für mein verantwortungsloses Verhalten.
Neben den arrangierten Ermutigungen des Meisters, dass ich an der Marching Band teilnehmen soll, musste ich gelegentlich auch Schwierigkeiten überwinden. Besonders in diesem Jahr bei einer Veranstaltung in Berlin. Während der Probe am Freitag rief plötzlich mein Sohn an: „Papa, meine kleine Schwester ist gefallen.“ Aus unserem Gespräch erfuhr ich, dass sie aus dem Hochbett gefallen und mit dem Hinterkopf an die Kante des Heizkörpers gestoßen war, sodass sie blutete. Meine Frau war aufgeregt und wusste nicht, was sie tun sollte, während meine Tochter immer wieder sagte, sie hätte Schmerzen am Kopf. Meine Frau bat mich, nach Hause zu kommen.
Ich war etwas hin- und hergerissen und wusste nicht, was ich tun sollte, denn meine Frau spricht kaum Tschechisch. Meine Tochter musste zur Untersuchung ins Krankenhaus und sie weinte und weigerte sich. Ich selbst wollte diese Parade wirklich nicht verpassen. Still bat ich den Meister um Hilfe, damit ich ruhig bleiben konnte.
Der Meister sagt, Zitat:
„Einmal unbewegt zu sein, hemmt Tausende von Unruhen! “ Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Kanada 2005
Unter starken Druck erinnerte ich mich oft an diese Stelle aus dem Fa und es half mir immer dabei, wieder ruhig zu werden.
Nach einer Weile rief ich meinen Nachbarn an und bat ihn um Hilfe. Es war etwa 23 Uhr, als er kam und mein Kind überredete, ins Krankenhaus zu gehen. Im Krankenhaus wurde meine Tochter zur Beobachtung dort behalten, aber ihre Mutter durfte nicht bei ihr bleiben, da sie sich um unser drittes Kind kümmerte, das erst sieben Monate alt war. Um 1 Uhr nachts mussten wir die Frau eines Mitpraktizierenden anrufen, die in der Nähe wohnte, und sie bitten, ins Krankenhaus zu kommen und dort bei unserer Tochter zu übernachten. Am nächsten Tag baten wir meine Tante, die eine Autostunde entfernt wohnt, ins Krankenhaus zu kommen, um bei unserer Tochter zu sein. Danach kam mein Cousin, um sie abzuholen. Alles lief reibungslos und unserer Tochter ging es gut, abgesehen von zwei Stichen am Hinterkopf.
Ich bestand die Prüfung und konnte an der Parade teilnehmen, um meine Mission zu erfüllen.
Mir wurde klar, dass es sowohl eine Störung als auch gleichzeitig eine Prüfung meiner Xinxing in Bezug auf meine Bindung an meine Familienangehörigen war. Äußerlich war die Realität, dass ich in dem Moment überhaupt nicht helfen konnte, nur der Arzt und das Krankenhaus konnten es. Wenn mein Herz bewegt gewesen wäre, hätte ich die Situation verschlimmert, und die sechsstündige Rückfahrt wäre auch keine Hilfe gewesen. Ohne diese Anhaftung war ich ruhig und konnte alles gut lösen.
Ich empfand große Dankbarkeit gegenüber den Menschen um mich herum und vor allem gegenüber dem Meister.
Kürzlich kam eine ähnliche Prüfung. Eine Woche bevor mein Sohn und ich an einer Parade in Göteborg teilnehmen wollten, wurden meine Frau und die Kinder nacheinander krank. Dann bekam auch ich ähnliche Symptome. Kurz vor dem Abreisetag hatte ich eine laufende Nase und Halsschmerzen. Meine Frau war erschöpft, da sie sich allein um zwei kranke Kinder kümmern und gleichzeitig den Laden führen musste. Als sie merkte, dass mein Abreisetag näher rückte, sagte sie: „Warum muss es nur so schwer sein?“ Ich hörte sie und versuchte, meine aufrichtigen Gedanken zu bewahren, ohne darüber nachzugrübeln, ob ich trotz meiner Symptome Trompete spielen könnte. Am nächsten Tag, als ich zu Hause anrief, sagte sie, dass es ihr und den Kindern wieder gut ginge. Meine Halsschmerzen waren ebenfalls verschwunden und ich konnte wie gewohnt Trompete spielen.
Wenn ich jetzt nach drei Jahren zurückblicke, fühle ich, dass ich erheblich gereift bin. Ich bin toleranter und respektvoller gegenüber anderen geworden. Die selbstlose Zusammenarbeit aller fühlt sich wirklich so an, als wäre ich in einem reinen Land. Mitglied der Marching Band zu sein, hilft mir einen hohen Maßstab an mich selbst anzulegen, sodass ich mich schnell verbessern und in allen Bereichen gut mit allen zusammenarbeiten kann. Ich lerne viel von den Mitgliedern, von ihrem Fleiß beim Praktizieren der Übungen und ihrer Selbstlosigkeit anderen gegenüber. Außerdem bin ich meiner Frau sehr dankbar, dass sie sich um die Familie und die Arbeit kümmert, während ich an den Veranstaltungen teilnehme.
Ich habe die Bemühungen der Mitglieder sowie der örtlichen Praktizierenden erlebt, die die Paraden organisieren, um die Wesen zu erretten. Es gibt Orte mit finanziellen und personellen Schwierigkeiten, doch ihre Haltung ist beeindruckend und wirklich vorbildlich. Ich fühle, dass ich noch immer Mängel habe und mein Xinxing begrenzt ist. Daher hoffe ich von nun an, dass meine Mitpraktizierenden mir meine Fehler aufzeigen werden. Lasst uns gemeinsam voranschreiten und unser Gelübde erfüllen, zurückzukehren.
Zum Abschluss meines Erfahrungsberichts möchte ich das Gedicht „Tian Guo Marching Band“ aus Hong Yin IV vorlesen, Zitat:
Trommeln des Fa, Trompeten des Fa, himmlische Macht gezeigt
Übel beseitigt, Böses eliminiert, zur Rückkehr aufgerufen
In der Endzeit Menschen erretten, Himmel und Erde erschüttert
Das Fa berichtigt das Universum, Licht erstrahlt.
1. August 2015“
Ich danke Ihnen, verehrter Meister!
Danke, verehrte Mitpraktizierende.
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