Die Freuden und Prüfungen auf meinem Kultivierungsweg

Die Freuden und Prüfungen auf meinem Kultivierungsweg

Sehr verehrter Meister!
Liebe Mitpraktizierende!

Ich bin eine Dafa-Jüngerin aus Vietnam und lebe derzeit in der Tschechischen Republik. Anfang 2009 hatte ich das Glück, das Fa zu erhalten. Für mich war das die größte Freude, die mir der Meister geschenkt hat.

In den vergangenen 16 Jahren der Kultivierung habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt und mich zahlreichen Prüfungen gestellt. Heute möchte ich einige der Freuden und Prüfungen teilen, die ich auf meinem Kultivierungsweg erfahren habe.

1. Eine schicksalhafte Verbindung zur Tian Guo Marching Band

Im September 2012 besuchte der Gouverneur von Peking die Stadt Köln in Deutschland. Der Europäische Falun-Dafa-Verein und die Tian Guo Marching Band organisierten eine Veranstaltung, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Ich wollte daran teilnehmen und kaufte eine Woche im Voraus ein Busticket. Am Abreisetag erkältete ich mich. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus: „Nichts kann mich daran hindern, hinzugehen, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen und das Fa zu bestätigen.“ So konnte ich zum allerersten Mal die Tian Guo Marching Band spielen hören. Ich war zutiefst bewegt und wünschte mir, eines Tages Mitglied der Band zu werden.

Auf der Europäischen Fa-Konferenz 2014 in Spanien stellte mich der Mitpraktizierende Hai aus den Niederlanden vor. Der Mitpraktizierende Felix schickte mir eine Posaune, und ich begann zu lernen.

2. Xinxing erhöhen, während ich Posaune lerne und an Projekten teilnehme

Der Meister sagte im Zhuan Falun (Lektion 9; Qigong und Sport):

“Natürlich ist der Prozess der Kultivierung ein sehr langsamer Vorgang; man muss sich viel Mühe geben und wird mit körperlichen Strapazen und seelischen Leiden konfrontiert. Das ist gar nicht einfach. Kann das Herz bei den zwischenmenschlichen Reibereien, welche die Xinxing betreffen, unbewegt bleiben? Kann das Herz in Bezug auf persönliche Interessen unbewegt bleiben? All das ist schwer zu schaffen. Deshalb ist es nicht so, dass einer dieses Ziel schon erreichen kann, nur weil er diesen Wunsch hat. Nur wenn sich die Xinxing und die Tugend eines Menschen durch die Kultivierung erhöht haben, kann dieses Ziel erreicht werden.”

In den zehn Jahren, in denen ich bei der Tian Guo Marching Band teilgenommen habe, bin ich vielen Prüfungen und Konflikten begegnet. Ich musste Eigensinne wie Ruhm, Profit und Sentimentalität loslassen, was nicht leicht war.

Als ich zum Beispiel die Posaune zum ersten Mal bekam, wusste ich nichts über Musik. Beim Anblick der Noten fühlte es sich an, als würde ich Kaulquappen ansehen, da ich gar nichts verstand.

Der Meister gab mir Hinweise, online grundlegende Musiktheorie zu lernen und er eröffnete mir sogar die Möglichkeit, die Posaune mit nach Vietnam zu nehmen, um dort zu lernen. Dort traf ich einen Trompetenlehrer, der mir beibrachte, die Noten laut zu singen und die Musik auswendig zu lernen.

Anfang 2015 begann ich, an Trainings der Tian Guo Marching Band teilzunehmen, und fand außerdem einen Posaunenlehrer. Online suchte ich nach weiteren Möglichkeiten, fand aber nur Flötenunterricht. Ich sah, dass dort Atemtechniken für die Flöte beigebracht wurden, also dachte ich, ich sollte auch für die Posaune Atemtraining machen und übte Einfach- und Doppelzungen. Das Gelernte übertrug ich auf die Posaune. Ich denke, der Meister hat mich geleitet und ich bin zutiefst dankbar.

Bei der Teilnahme an Dafa-Projekten, insbesondere bei der Tian Guo Marching Band, führt kein Weg an einer sorgfältigen Planung von Zeiten und Ressourcen vorbei. Als ich zusagte, bei diesem Projekt mitzumachen, sagte Felix zu mir: „Du musst von Mai bis Oktober Zeit haben und mindestens an 80 % der Paraden teilnehmen. Du brauchst außerdem die nötigen Ressourcen.“

Neben den gemeinsamen Proben musste ich selbstständig lernen, einen Lehrer engagieren und die Reisekosten für mich und mein Instrument sowie die Unterbringung bezahlen.

Einmal, im August 2015, gab es in Polen ein Fest mit einer Parade. Ich hatte mich nicht angemeldet. Plötzlich schwoll mein Zahn an und schmerzte stark und auch mein Zahnfleisch und meine Wange waren geschwollen. Ich schaute nach innen und erkannte, dass ich zu berechnend gewesen war und an Geld und Profit haftete. Ich hatte Angst, mein Geschäft zu schließen, Kunden zu verlieren und Geld auszugeben. Als es mir bewusst wurde, ließ ich den Eigensinn an Geld und Profit los. Ich sagte mir: „Wenn der Meister sagen würde: ‚Folg mir nach Hause‘ – würdest du gehen, oder würdest du hierbleiben und an deinem Laden festhalten?“

Also fuhr ich nach Polen und fasste den aufrichtigen Entschluss, fortan an 100 % der Paraden und Proben teilzunehmen. Genau wie es im Lunyu heißt:

“Dafa hat auch die Zeiten und Räume erschaffen sowie die Vielzahl der Lebensformen und alles, was existiert – allumfassend, nichts auslassend. Das ist die konkrete Erscheinung von Zhen, Shan, Ren, den Eigenschaften von Dafa, auf unterschiedlichen Ebenen.”

3. Wunder, die der Meister der Tian Guo Marching Band erwiesen hat

2017, während einer Parade in der Ukraine, regnete es am ersten Tag sehr stark. Wir saßen im Bus und sandten aufrichtige Gedanken aus. Ich hörte den Meister sagen: „Ich gebe euch zwei Drachen.“ Ich sagte zum Mitpraktizierenden Hai: „Gleich wird es sonnig.“ Hai meinte: „Wie bitte? Es schüttet und du sagst, dass es sonnig wird?“ Ich sagte: „Ich habe den Meister sagen hören, dass er uns zwei Drachen geben wird.“ Und tatsächlich: In den folgenden Tagen schien die Sonne und wir traten von morgens bis 22 Uhr auf. Ich bin sicher, viele von euch erinnern sich noch daran.

Ich habe viele Prüfungen erlebt, die unüberwindbar schienen, aber der Meister hat mir stets geholfen.

Zum Beispiel Anfang 2018 in Berlin: Einige Mitglieder übten sonntags gewöhnlich zusammen. Ich wollte am Samstag Shen-Yun-Materialien verteilen und am Sonntag mit allen Posaune üben. Ich kaufte ein Busticket – Abfahrt Freitagabend, Rückkehr Sonntagabend.

Ich packte einen 23-kg-Koffer voller Lotusblumen, einen Rucksack mit Noten, Notenständer, Kleidung und meine Posaune. Kurz vor der Abfahrt kamen drei Personen vom Finanzamt zur Kontrolle. Sie sagten, ich hätte nichts falsch gemacht, sie müssten aber einen Bericht schreiben. Ich sagte, ich müsse sofort nach Berlin und die Zeit sei knapp. Sie sagten: „Wir müssen den Bericht erst fertigstellen.“

Ich sandte aufrichtige Gedanken aus und hatte nur einen Gedanken: „Ich muss fahren.“

Als sie fertig waren, blieben nur zehn Minuten. Ich musste zur U-Bahn laufen, zwei Stationen fahren und dann den Busbahnhof erreichen. Ich dachte, es sei unmöglich, rechtzeitig anzukommen. Ich sagte mir: „Wenn der Bus verspätet ist, schaffe ich es. Wenn er schon weg ist, gehe ich wieder nach Hause.“

Dann geschah ein Wunder: Als ich die Straße überquerte, stand direkt dort ein Taxi. Ich klopfte an und sagte dem Fahrer: „Ich habe nur zehn Minuten bis zur Abfahrt meines Busses.“ Er sagte: „Dann beeilen Sie sich! Ich bringe Sie in drei Minuten hin.“

Als wir ankamen, musste ich noch durch mehrere Gebäude laufen, dann an einer langen Reihe von Bussen vorbei bis zum richtigen. Es stieg bereits niemand mehr ein. Der Busbegleiter sah mich rennen und wartete auf mich. Ich war außer Atem. Er sagte: „Verschnaufen Sie erst einmal in Ruhe.“

Ich war dem Meister sehr dankbar, dass ich den Bus noch rechtzeitig erreichen konnte.

Auch meiner Posaune bin ich dankbar für ihre gute Zusammenarbeit. Ich habe das Gefühl, sie hat mich ausgewählt und nicht umgekehrt.

2015 war das Posaunelernen sehr schwer, weil ich die Sprache nicht gut konnte und es in der Band keine anderen vietnamesischen Posaunenspieler gab. Der Mitpraktizierende Hoang Anh sagte: „Warum wechselst du nicht zum Bariton? Hoa spielt auch Bariton; ihr könntet zusammen lernen.“

Ich fand eine Lehrerin für das Bariton, doch sie sagte: „Ich denke, du solltest bei der Posaune bleiben. Ich werde dir Posaune beibringen.“ Also blieb ich bei der Posaune.

Meine Posaune ist großartig. Bei den Prüfungen spreche ich oft mit ihr und dann arbeiten wir sehr gut zusammen. Jedes Mal, wenn ich an einer Parade teilnehme, motiviert mich das Zusammenspiel mit der ganzen Gruppe und das Bewusstsein, dass Lebewesen auf die Errettung warten noch mehr, viele Eigensinne loszulassen.

Der Meister sagte 2003 auf der Fa-Konferenz in Atlanta :

“Ich sage euch, mit allem, was die Dafa-Jünger heute machen, womit ihr in der Gesellschaft in Berührung kommt, seid ihr dabei, Lebewesen zu erretten.”

Das hier Gesagte entspricht meinem derzeitigen Verständnis. Falls ich etwas geäußert habe, das nicht mit dem Fa übereinstimmt, weist mich bitte barmherzig darauf hin.

Vielen Dank, verehrter Meister!

Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende!

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